Gründung einer Jugendallianz

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Celina 4
Schritte zu einer erfolgreichen Gründung einer Jugendallianz


1. Vorbereitung im Gebet
An Gottes Segen ist alles gelegen… gilt auch hier! Wir brauchen keine neuen Aktivitäten und Projekte, weil es uns sonst zu langweilig wäre. Sondern wir suchen nach Gottes Willen für unseren Ort. "Nicht durch Heer oder Kraft", spricht der Herr, "sondern durch meine Geist!" (Sacharja 4,6) Nur so kann Veränderung geschehen.


2. Kontakt mit der bestehenden Allianz oder lokalen Gemeinden
Damit keine Ängste oder Gerüchte aufkommen ist eine klare Kommunikation sehr wichtig. Manchmal sind in der Vergangenheit bereits Versuche in diese Richtung gemacht worden und dabei sind vielleicht auch Verletzungen entstanden. Berücksichtige bei deinen Bemühungen auf jeden Fall die Geschichte deines Ortes.


a) wir haben bereits eine Allianz
Ob es an deinem Ort eine bestehende Allianz gibt, kannst du unter folgendem Link nachschauen: www.each.ch Sektionen. Dort findest du auch die Adresse des Sektions-Präsidenten oder der -Präsidentin.
Nimm mit dem/r Präsident/in Kontakt auf und informiere über deinen Wunsch, im Bereich Jugend eine Zusammenarbeit aufzubauen. So wirst du nützliche Informationen und Tipps zur Aufbauarbeit erhalten.
Bestimmt lohnt es sich auch, einmal bei einer "offiziellen" Allianzsitzung dabei zu sein und so die Mitglieder kennen zu lernen.


b) wir haben noch keine Allianz
Verschaffe dir einen Überblick über die lokalen Kirchen und Gemeinden und suche den Kontakt mit deiner Gemeindeleitung.
Erzähle ihnen von deinem Wunsch und frage nach, welches weitere Vorgehen sie vorschlagen würden.


3. Kontakt mit der Ortsgemeinde
Es lohnt sich bestimmt, wenn du dich mit dem Ressortverantwortlichen "Jugend" der Gemeinde triffst und ein paar Fragen klärst:
- welche aktuellen Fragen beschäftigen sie?
- welche Schwerpunkte haben sie kurz- und mittelfristig gesetzt?
- wer und mit welchen Zielen ist im Bereich Jugend aktiv? (informiere dich vorher per Homepages über Vereine, bestehende Netzwerke, Soziales etc.)
- wo könnten sie Hilfe gebrauchen?
Hilfreiche Informationen über aktuelle Themen und Aktionen gibt es auch bei lokalen politischen (Jung-)Parteien. Fragen kostet nichts…
Kennen wir die demographischen Daten unserer Region? Ihre geistliche Geschichte? Ray Bakke (Städte-Theologe) schreibt, dass wir dazu die bedürftigen Bevölkerungsgruppen erfassen sollten (Arme, Benachteiligte, Behinderte, Kinder, Senioren, Alleinerziehende, Gefangene, Kranke, Ausländer etc.) sowie die Art der Not, die diese Gruppe hat (körperlich, geistlich, moralisch, sozial, emotional, kognitiv). Die meisten dieser Informationen sind frei zugänglich. Dazu brauchen wir aber auch Informationen über Gottes Hilfstruppen vor Ort: die Zahl der Gemeinden, Zahl der Christen. Dadurch bekommen wir ein klares Bild des Arbeitsfeldes und der Arbeiterschaft. Mit klaren Informationen ausgerüstet können wir besser entscheiden, wie wir vorgehen wollen.


4. suche Verbündete
Damit eine Jugendallianz aufgebaut werden kann, braucht es Multiplikatoren. Je nach Situation deines Ortes können dies Jugendpastoren, Leiter/innen der Jugend- und Teenagerarbeiten oder Jugendarbeiter/innen sein. Am idealsten ist es natürlich, wenn bereits Freundschaften bestehen. Ansonsten suche speziell nach Personen, welche sich bei der örtlichen Arbeit bereits bewährt haben und einen guten Ruf besitzen, das beschleunigt eine Umsetzung enorm.
Dabei ist wichtig, dass du betonst, dass es nicht um die Gründung einer neuen Gemeinde geht, sondern um die Unterstützung der lokalen Gemeinden und des Ortes.


5. ein erstes Treffen
Triff dich mit den ausgewählten Personen in möglichst ungezwungenem Rahmen, in dem Zeit für Gemeinschaft und Gespräche möglich ist (z.B. Brunch, bräteln, Fondue, Tischgrill).
Nimm dir für die anschliessende Sitzung genügend Zeit, um zu beten und Gott zu fragen, was er in eurem Ort durch eure Einheit bewegen möchte.
Möglich, dass es bei euch durch die bestehende Situation relativ schnell ersichtlich ist, was bei euch wichtig und "dran ist". Meistens braucht es aber Geduld, um nicht in einem fruchtlosen Aktivismus zu enden. Einheit im Ziel (Vision) ist weitaus besser als Einheit während eines Projektes.
Es gibt Gruppen, welche sich für ein Wochenende treffen, um an einer gemeinsamen Vision zu arbeiten - bestimmt eine lohnende Investition.


6. jetzt geht's los
Bis es zu gegenseitigem Vertrauen und zu Freundschaften kommt, braucht es Zeit, Vision und gemeinsame Erlebnisse. Ein Sprichwort sagt: "Grosse Bäume wachsen langsam. Unkraut wächst über Nacht."
Es gibt kein Patentrezept für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, welche gegen innen Freude macht und gegen aussen sichtbar ist.
Gut möglich, dass du trotzdem froh um ein paar gute Ideen bist. Dann schau am besten mal bei der Ideenbörse nach. Dort findest du eine Zusammenstellung einiger ‚erfolgreicher' Umsetzungen.


7. Gebet
Hier schliesst sich der Kreis wieder. Du musst offen bleiben, damit du den laufenden Veränderungen Paroli bieten kannst. Das Rüstzeug dazu erhältst du, wenn du ganz nah bei Gott und am Puls der Zeit bleibst und ihn in der Stille fragst, was er dazu meint.


Service
Stehen noch Fragen an? Brauchst du in irgendwelcher Form Unterstützung, Know-how oder Ideen? Ich freue mich über (neue) Kontakte!
Schreib mit bitte ein Mail , wenn du/ihr bereits eine Allianz habt (egal, ob dieses Ding so heisst oder nicht) oder wenn du/ihr etwas gründen wollt.